CAQ AG Factory Systems
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CAQ-Success-Story
voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies Gruppe

CAQ-Success-Story – CAQ.Net für das globale Qualitätsprojekt

Als Zulieferer der Automobilindustrie ist die voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies Gruppe unter anderem nach IATF 16949 zertifiziert. Die Erfüllung der hieraus resultierenden Anforderungen erfolgte in der Vergangenheit „standortspezifisch“. Dies bedeutete, dass jeder Standort seine QM-Prozesse größtenteils eigenständig regelte, was zum Einsatz unterschiedlichster Software-Lösungen führte. Um die Nachteile dieser Einzellösungen zu beseitigen und die QM-Prozesse der Werke zu vereinheitlichen, wurde im Jahr 2015 ein CAQ-Projekt ins Leben gerufen. Die Basis des standortübergreifenden, einheitlichen CAQ-Systems bildete hierbei die CAQ.Net-Software der CAQ AG.

Technologiepartner und Zulieferer

Die voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies Gruppe mit Competence Center in Dettingen ist ein Teil der Business Unit Automotive Components der Metal Forming Division des voestalpine Konzerns. Ihre Kernkompetenz liegt in der Kalt- und Warmumformung sowie Assemblierung komplexer Bauteilgruppen. Als global agierendes Netzwerk ist sie Technologiepartner und Zulieferer der Automobilindustrie, kooperiert mit allen namhaften Automobilherstellern und begleitet diese von der Entwicklung bis zur Serienproduktion. Mit über 2.800 Mitarbeitern an 11 Produktionsstandorten weltweit erwirtschaftet die Gruppe einen Umsatz von ca. 550 Mio. Euro in Europa, China, den USA, Mexiko und Südafrika.

Ausgangssituation und Zielsetzung

Um die Prozesse weiter zu standardisieren und effizienter zu gestalten, wurde im Jahr 2015 ein weitreichendes CAQ-Projekt ins Leben gerufen. Durch die Analyse der Ausgangssituation identifizierte man eingangs die primären Nachteile, die durch den bestehenden Einsatz unterschiedlicher und zum Teil ineffizienter Software-Lösungen und der Nutzung uneinheitlicher Prozesse in den jeweiligen Werken verursacht wurden. So konnten unter anderem die folgenden Aspekte über die Standorte hinweg als Schwachstellen identifiziert werden, welche man mit einem einheitlichen System verbessern wollte:

  • Keine einheitliche Datenbasis
  • Keine einheitlichen Q-Reports
  • Kein einheitliches Maßnahmen-/Eskalationsmanagement
  • Hoher Archivierungsaufwand für Q-Nachweisdokumente
  • Sehr aufwendige Auswertung von Q-Nachweisen

Die Zielsetzung war somit die Einführung eines einheitlichen CAQ-Systems zur effizienten und anforderungsgerechten Umsetzung der QM-Anforderungen in allen Werken.

Mach es zu Deinem Projekt

Bei 11 Werken in 6 Ländern galt es zuallererst, eine bis ins Detail durchdachte Projektorganisation für die Systemeinführung zu entwerfen. Federführend bei der Projektorganisation sowie der Einführung und Pflege des Systems war Herr Benjamin Schön, seines Zeichens Projektleiter / Anwendungseigner CAQ bei voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies am Hauptstandort in Dettingen. Für das Projekt wurde zunächst eine vierstufige Organisationsstruktur erstellt, welche von lokalen Modulverantwortlichen über Key-User je Werk bis zur internen Projektleitung und Anwendungsadministration sowie dem Supportteam der CAQ AG und der konzerneigenen IT von voestalpine alle notwendigen Parteien zusammenbrachte. Über den verschiedenen Projektebenen stand letztlich ein Lenkungsausschuss, welcher als zentrales Entscheidungs-, Eskalations- und Berichtsgremium in regelmäßigen Abständen zusammenkam. Diese ganzheitliche Projektorganisation war nicht zuletzt deshalb notwendig, da die Projektplanung einen Ablauf von der Vorprojektphase und Projektplanungsphase bis zur Realisierung / Einführungsphase an allen 11 Standorten einen ambitionierten, aber dennoch realistisch machbaren Zeitraum von lediglich drei Jahren vorsah.

Schnittstelle zu SAP

Nach Festlegung der für das Projekt notwendigen IT-Infrastruktur galt es als nächstes, einen einheitlichen CAQ-Systemstandard zu schaffen. Hierzu wurden zunächst alle bestehenden CAQ-Stammdaten vereinheitlicht, ein klares Benutzerrechtekonzept erstellt und die globalen Programmkonfigurationen festgelegt. Somit schuf man einen „sauberen“ Datenbestand und eine einheitliche Struktur für das Projekt. Nach dieser Vorarbeit widmete man sich der Schnittstelle zum bestehenden ERP-System SAP. Hiermit konnten nach Konfiguration sämtliche relevanten Daten bezüglich Materialien, Kunden / Lieferanten, Kostenstellen, Mitarbeitern, Reklamationen und Fertigungsaufträgen zwischen SAP und der CAQ.Net®-Software ausgetauscht werden.

Alles unter Kontrolle: das Projektcontrolling

Bereits bei der Projektplanung wurde überlegt, wie man später gewährleisten konnte, dass die einzelnen Standorte die neu eingeführte Software auch nutzten und sämtliche Projektkosten im gesteckten Rahmen blieben. Denn die schönste Lösung bringt nur etwas, wenn sie auch durchgängig gelebt wird. Das Projektcontrolling überwachte daher nicht nur Projektstatus und Projektkosten, sondern auch die Nutzung der CAQ-Software nach der Einführung. So wurde etwa pro Standort überwacht, wie viele FMEAs oder Musterprüfungen in CAQ dokumentiert wurden, wie viele Prüfmittel verwaltet oder Audits mit CAQ durchgeführt wurden oder auch wie viele Fertigungsaufträge mit CAQ-Prüfplan angelegt wurden. Auch der Anteil mittels CAQ bearbeiteter und abgeschlossener Reklamationen wurde überwacht.

Die Reklamation im Fokus

Gerade im Bereich Reklamationsmanagement hatte die Cold Stamping & Assemblies Gruppe hohe Anforderungen an den computergestützten Reklamationsprozess. Dieser sah vor, dass:

  • Alle Kunden-, Lieferanten- und internen Reklamationen in CAQ bearbeitet werden sollen
  • Alle Reklamationsdaten, die in SAP benötigt werden, dort angelegt werden können
  • Alle SAP-Daten automatisiert in das CAQ-System transferiert werden können, um eine doppelte Datenpflege zu vermeiden
  • Alle Reklamationen von Teams im CAQ-System bearbeitet werden können
  • Alle Sofort- und Abstellmaßnahmen werksübergreifend im Web bearbeitet werden können
  • Alle Druckbelege, E-Mail-Events und Auswertungen standardisiert werden können

Bei der Reklamationsbearbeitung spielte die SAP-Schnittstelle für das Unternehmen und seine Prozesse eine tragende Rolle. Der Workflow sieht nach Einrichtung der Schnittstelle folgendermaßen aus: Nachdem eine Reklamation manuell in SAP angelegt wird, werden die notwendigen Daten wie Reklamationstyp, Reklamationsnummer, Verantwortlicher, Eingangsdatum, Kunde / Lieferant und weiteres per Schnittstelle an das CAQ-System transferiert. Anhand dieser Daten wird dort vollautomatisch eine Reklamation angelegt, welche anschließend vom jeweiligen Mitarbeiter bearbeitet werden kann.

Der automatisierte Reklamations-Workflow

Während der Bearbeitung von Reklamationen kann das CAQ-System weitere Stärken ausspielen. Vom Maßnahmenmanagement mit E-Mail-Events für eine effektive Kommunikation über die standortübergreifende Maßnahmenbearbeitung im Web bis zur Nutzung unternehmensspezifischer Druck-Belege für 8D und Reklamationsinformation: Durch die Nutzung von CAQ.Net® wurde ein einheitlicher Reklamations-Workflow geschaffen, welcher nicht zuletzt in einem klaren Reporting mit aussagekräftigen Auswertungen mündete.

Mission accomplished

Mit der Einführung von CAQ.Net® als globalem QM-Werkzeug konnten bei der voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies Gruppe bisher unter anderem die folgenden Zielsetzungen erfüllt werden:

  • Ein einheitliches CAQ-System zur effizienten und anforderungsgerechten Umsetzung der QM-Anforderungen in allen Werken wurde geschaffen
  • Die computergestützten QM-Prozesse wurden vereinheitlicht
  • Ein einheitliches und transparentes Q-Reporting wurde geschaffen
  • Der Archivierungsaufwand von Q-Nachweisen wurde reduziert
  • Ein einheitliches Maßnahmen-/Eskalationsmanagement wurde geschaffen
  • Die Mehrsprachenfähigkeit der Software-Lösung sowie Schnittstellen zu anderen Systemen gewährleisten den optimalen Daten-/Wissensaustausch zwischen den Werken

One Step Ahead

Die Einführung von CAQ.Net® bei der voestalpine Automotive Components Cold Stamping & Assemblies Gruppe zeigt, was alles möglich ist, wenn man eine Softwareeinführung als ein klar strukturiertes Projekt betrachtet und durchgängig betreut. Auch zeigt das Beispiel, wie wichtig für ein solch groß angelegtes Projekt die Idee eines Lenkungsausschusses ist, bei dem der regelmäßige Informationsaustausch zwischen allen verantwortlichen Parteien maßgeblich zum Gelingen des Projekts beiträgt. Dank der zielstrebigen Zusammenarbeit zwischen der voestalpine Cold Stamping & Assemblies Gruppe und der CAQ AG ist das Unternehmen, ganz getreu seinem Motto „One Step Ahead“, auch in Sachen Qualität den anderen mal wieder auf ganzer Linie einen Schritt voraus.

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