CAQ AG Factory Systems
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CAQ-Success-Story
MGH GussTec GmbH & Co. KG

System aus einem Guss

Die MGH GussTec GmbH & Co. KG fertigt in Baden-Württemberg Gussteile für Fahrzeuge zu Land und zu Wasser; von Autos und Nutzfahrzeugen über Züge der Deutschen Bahn bis hin zu Schiffen. Im Sandguss- und Kokillengussverfahren werden Baugruppen für Kühler, Ölwannen und einbaufertige Ladeluftkühler produziert.

So breit wie das Produktspektrum ist dabei auch das Leistungsangebot des Unternehmens. Nach Wunsch der Kunden werden die Zulieferteile im eigenen Hause vom Rohentwurf bis zur Serienreife neu entwickelt. MGH GussTec ist nach den gängigen Normen zertifiziert. Die Erfüllung der ISO/TS 16949, DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 ist für die Mitarbeiter in Hirrlingen eine Selbstverständlichkeit aus Überzeugung. Die herstellerbezogene Produktqualifikation der Deutschen Bahn wäre anders wohl auch nicht zu erreichen.

Durchgängiges CAQ unterstützt bis zur Serienreife

Um eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung in der täglichen Arbeit zu erreichen, vertraut das Unternehmen auf die Beratung und die Systeme der CAQ AG Factory Systems in Rheinböllen. Der modulare Aufbau des voll integrierten Managementsystems für die Qualitätsentwicklung ermöglichte die planvolle Einführung in drei aufeinander aufbauenden Schritten. Nach und nach wurden in den letzten Jahren die verschiedenen manuell aufwändig gepflegten Insellösungen von den durchgängigen Lösungen des CAQ-Systems abgelöst.

Schrittweiser Ausbau in drei Stufen

Im ersten Jahr installierte MGH GussTec die Module zum Prozessmanagement (APQP.Net), zum Qualitätsbezogenen Dokumentenmanagement (QBD.Net) und zur Erstmusterprüfung (EMP/PPAP.Net). Von Anfang an stand auch die Integration in das vorhandene ERP-System im Anforderungskatalog. Herr Dietmar Heinz, der Qualitätsverantwortliche des Hauses MGH GussTec schwärmt: „Die Anbindung an unsere ERP-Individuallösung ging sehr schnell. Am Tag der Installation hat es vor Ort lediglich zwei Stunden gedauert, bis die gewünschten Daten zyklisch reibungslos ausgetauscht wurden.“

Nachdem die Prozesse in APQP.Net abgebildet und die Mitarbeiter mit den installierten Modulen vertraut waren, wurde im Folgejahr die nächste Ausbaustufe realisiert. Die Module für die FMEA (FMEA.Net), das Auditmanagement (QAM.Net) und das Prüfmittelmanagement (PMM.Net) wurden hinzugefügt. Ergänzt wurde dieses zweite Paket mit QDrive.Net, dem Modul für die Durchgängigkeit aller Q-Aufgaben. Im Zusammenspiel mit APQP.Net kann so die Effizienz des Produktentstehungsprozesses permanent gesteigert werden, so wie es von Automotive-Kunden erwartet wird.

Der dritte Schritt erfolgte ein weiteres Jahr später. Die Installation wurde vervollständigt mit dem Modul für die fertigungsbegleitende Qualitätsplanung, -prüfung und -auswertung Compact.Net. Zur Unterstützung der administrativen Aufgaben des QMB kam JobControl.Net hinzu. Dieses Programm zum ereignisgesteuerten Eskalationsmanagement und Statusmonitoring überwacht kontinuierlich und vollautomatisch den Informationsstatus und den Bearbeitungsstand von Prozessverletzungen, automatisch eingeleiteten oder manuell delegierten Maßnahmen, von Reklamations- und Servicefällen oder sonstigen definierten Ereignissen. Offene Aufgaben gehen nicht im Alltagsgeschäft unter, sondern es wird regelmäßig daran erinnert. Auf Wunsch werden bei zu lange überfälligen Maßnahmen auch die Vorgesetzten informiert.

100 Erstmuster jährlich fast papierlos

Immer kürzer werdende Produktlebenszyklen führen auch – und insbesondere bei einem innovativen Unternehmen wie MGH GussTec – dazu, dass der Anteil neuer Produkte am Portfolio hoch ist. So werden pro Jahr ungefähr 100 Erstmusterprüfungen mit je ca. 200 Merkmalen durchgeführt. Um in diesem Prozess höchste Qualität zu gewährleisten und gleichzeitig den Personalaufwand klein zu halten, war es gerade hier wichtig, ein effektives und effizientes Werkzeug einzusetzen. Herr Heinz ist überzeugt, dass er mit EMP/PPAP.Net eine exzellente Wahl getroffen hat.

„Mit EMP/PPAP.Net lesen wir heute die für den Control-Plan relevanten Daten direkt aus den originalen CAD-Dateien unserer Kunden ein. Dazu stimmen wir vorher die Vorgaben für das DXF-Format einmal mit unseren Kunden ab und profitieren fortan beide vom reibungslosen Datenaustausch. Nachdem wir früher entweder manuell auf Papier oder in Word gestempelt haben, tun wir dies heute direkt in der CAD-Zeichnung.“ Neben dem Standard-CAD-Format DXF unterstützt EMP/PPAP.Net auch die Formate DWG und IGES. Die Übernahme aller relevanten Merkmalsdaten inkl. Spezifikationen direkt aus den elektronischen Kundendaten stellt auch die referentielle Integrität sicher. Übertragungsfehler werden ausgeschlossen. Der automatische Datenaustausch hört jedoch an dieser Stelle noch nicht auf. Viele Messungen im Zuge der Erstmusterprüfung werden auf automatischen Messmaschinen durchgeführt. Die generierten Datensätze werden vom CAQ-System automatisch nahtlos in die Prüfungsdokumentation übernommen. Hier bietet die CAQ AG serienmäßig fertige Protokolle für alle namhaften Anbieter von automatischen Messsystemen an. Eine personalintensive Anpassung von Schnittstellen entfällt – wie auch bei der Integration von CAQ- und ERP-System.

Nach erfolgten Prüfungen wird der Erstmusterprüfbericht für den Kunden direkt aus dem System generiert und kann als PDF-Dokument schnell und problemlos per Mail verschickt werden. Dabei stehen Berichtsformulare gemäß DIN EN ISO 9000, PPAP, VDA, ISO/TS 16949, HACCP zur Auswahl. Sollte dies nicht genügen, so können die Kunden weitere eigene Berichtsformate selbst entwerfen oder man verwendet das QDX-Format des VDA zum Austausch mit OEM-Supplier-Portalen. Bis ein Produkt die Serienfreigabe erreicht, ist nicht selten mehr als ein Bericht erforderlich. Daher protokolliert EMP/PPAP.Net die gesamte Historie mit sämtlichen Musterständen und erlaubt so ein schnelles und aussagekräftiges Berichtswesen nach Normen- und Kundenanforderungen.

Durchgängigkeit par excellence

So wie der Erstmusterprüfbericht im Produktlebenszyklus erst der Anfang ist, so stellt er auch im CAQ-System lediglich ein Stück des Ganzen dar. Erst wenn der Bericht vom Kunden freigegeben wurde und ein akzeptierter Control-Plan (oder Produktionslenkungsplan) in APQP.Net vorliegt, wird ein Artikel für die Serienfertigung freigegeben. Per Knopfdruck werden aus den vorliegenden elektronischen Unterlagen die fertigungsbegleitenden Prüfpläne generiert. Die zu prüfenden Merkmale werden ausgewählt und das CAQ-System stellt jeweils automatisch die passenden Zeichnungsausschnitte für die Prüfung zur Verfügung. Kein Kopieren, kein manuelles Ausschneiden oder Vergrößern sind mehr erforderlich. Jeder Prüfer am Prüfplatz bekommt automatisch genau die Information, die er gerade benötigt.

Das Prüfmittelmanagement PMM.Net stellt dabei sicher, dass für Prüfungen nur die vorgesehenen Prüfmittel verwendet werden. Da wo es erforderlich ist, wird auch die Prüfmittelfähigkeit nach MSA 1-6 oder VDA 5 mit Hilfe von PMM.Net nachgewiesen. Selbstverständlich werden die Verantwortlichen automatisch an fällige Kalibrierungen erinnert und können diese direkt im Softwaremodul dokumentieren. Sollen in der Serienprüfung über das Erstmuster hinausgehende Prozessmerkmale berücksichtigt werden, so ist auch das kein Problem. „Einige Kunden wünschen laufende Spektralanalysen der durchlaufenen Öfen. Die Daten lassen wir zur lückenlosen Dokumentation einfach vollautomatisch in den jeweiligen Prüfauftrag übernehmen.“ Auf diese Weise werden alle qualitätsrelevanten Daten eines Artikels in einer einzigen zentralen Datenbank gesammelt und sind auf Knopfdruck abrufbar. So sind die Qualitätsverantwortlichen bei Anfragen in Sekunden fundiert aussagefähig.

Systemweite Durchgängigkeit mit QDrive.Net

Was für die Verdichtung aller relevanten Produktdaten gilt, gilt nicht minder für Prozessdaten. Alle Module des CAQ-Systems basieren auf einer einzigen gemeinsamen Datenbank. So können gegenseitige Abhängigkeiten von Prozessen automatisch geprüft, erkannt und organisiert werden. Beispielsweise können bearbeitete Reklamationen Auswirkungen auf eine FMEA haben. Dies wiederum muss im Control-Plan berücksichtigt werden und zieht ggf. eine Anpassung des Prüfplans nach sich. Das alles durchgängig für alle Prozesse zeitnah im Blick zu behalten, wäre in manueller Form extrem aufwändig. Der Einsatz von QDrive.Net im Zusammenspiel mit den weiteren Modulen des CAQ-Systems hingegen macht dies leicht möglich und es können nicht nur die Bearbeitungszeiten erheblich reduziert, sondern auch die internen Abläufe durch die neue Transparenz wesentlich optimiert werden. Das wiederum garantiert die effiziente Nutzung von vorhandenem Wissen.

Service nah am Kunden

„Inzwischen arbeite ich seit einigen Jahren mit dem CAQ-System und besuche mehrmals jährlich die Anwenderworkshops in Rheinböllen. Das ist fast wie ein Familientreffen.“ Herr Heinz ist begeistert von der Nähe des Hauses CAQ AG zu seinen Kunden. Auf den modulspezifischen Anwenderworkshops erfahren die Kunden alles über die Weiterentwicklung der jeweiligen Module, geben selbst Anregungen und tauschen sich untereinander über Anwendungsbeispiele im Sinne von „best practice“ aus. Von diesem lebendigen Austausch profitieren alle Seiten. Die Programmierer lernen aus erster Hand die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und die Kunden erfahren, was die Software alles zu bieten hat. Herr Heinz ist sicher, dass er noch oft nach Rheinböllen reisen wird, um den Austausch mit CAQ AG und anderen Anwendern zu pflegen.


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